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NATURHEILKUNDE Dr. med. Jens-Michael Wüstel

Arzt - Praxis für Ganzheitliche und Integrative Medizin

 

Archiv - Wissenswertes über Naturheilverfahren

Akupunktur

 

Der Begriff „Akupunktur“ meint übersetzt „Nadel stechen“. Das Verfahren ist ein(!) Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die Akupunktur wird in der TCM seit etwa zwei Jahrtausenden eingesetzt. Erste Behandlungen fanden wohl mit Stein-, Knochen- und Fischgräten-“Nadeln“ statt. Später wurden Nadeln aus Metallen, v.a. Gold und Silber, verwendet. Die Akupunktur-Nadeln sind heute meistens aus Edelstahl, steril verpackt und nur zur Einmalanwendung vorgesehen.

Es werden bei einer Behandlung mehrere Punkte in Haut und Bindegewebe, teils auch im Muskel, gestochen. Diese Akupunkturpunkte liegen auf sog. „Meridianen“ (besser: Leitbahnen), die - nach Vorstellung der TCM – wie ein Netz über den Körper verteilt sind. Es gibt 14 Hauptleitbahnen mit über 300 klassischen Punkten.

Der Einstich ist leicht schmerzhaft. Die Haut meldet sich. Zusätzlich erkennt man eine gut ausgeführte Akupunktur daran, dass zumindest an einigen Punkten eine „Nadelsensation“ in einigen Millimetern unter der Haut auftritt. Das ist oft ein Druckgefühl, kann aber auch ein Brennen, Ziehen o.ä. sein. Dies ist keine Nebenwirkung! Vielmehr zeigt es, dass der Akupunkteur das Verfahren beherrscht und bedeutsame Punkte „getroffen“ hat.

Die Nadeln sollten in entspannter Atmosphäre (meist im Liegen) für 20 bis 30 Minuten im Körper belassen werden. Bei einigen Indikationen können längere oder kürzere Verweildauern notwendig werden.

Man muss offen sagen, dass die Diskussion, wie Akupunktur wirkt, sehr kontrovers geführt wird. Einige Wissenschaftler gehen von der lokalen Freisetzung von „Zellbotenstoffen“ aus, sehen also nur einen unspezifischen „Reizeffekt vor Ort“. Andere Meinungen sehen Wirkungen über Nervenbahnen (v.a. das vegetative Nervensystem) oder durch die Freisetzung von hormonähnlichen Substanzen im Gehirn (v.a. bei der Schmerzhemmung).

Ähnlich schwierig zu beantworten ist die Frage, ob Akupunktur überhaupt wirkt. Kritiker sagen, es handele sich um eine „Scheinmethode“ mit Wirkung über die Suggestivkraft des Arztes.

Ich setze seit nunmehr über 18 Jahren Akupunktur in meiner Praxis ein. Mein(!) Fazit: Sie wirkt, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

1. Der Anwender ist gut ausgebildet. Klingt banal, aber es ist immens wichtig. Durch falsche Anwendung wird ein Patient nicht nur gefährdet. Es wird ihm auch das mögliche Potential der Behandlung vorenthalten!

2. Die individuelle Abstimmung auf den Patienten muss gewährleistet sein. Stechen nach „Rezepten“ kann zwar auch wirken, führt aber meistens zu Enttäuschungen. Als Patient erkennt man diese individuelle Ausrichtung an der Dauer des Erstgesprächs vor der Behandlung. Zwei Minuten reichen definitiv nicht!

3. Die Indikation muss stimmen. Akupunktur lässt sich bei einer Vielzahl von Erkrankungen einsetzen (s.u.). Nach meiner Erfahrung haben einige „bewährte, alte“ Indikationen versagt (z.B. lässt sich Rheuma mit Akupunktur allein(!) nur selten bessern). Andere sind in den letzten Jahren dazugekommen (v.a. seelische Belastungen).

Die I-Ging-Akupunktur ist eine besondere Form, die neben den bekannten Regeln der Nadelung auch Erkenntnisse einer „Balance“ der verschiedenen Leitbahnen berücksichtigt. Krankheit äußert sich demnach in Dysbalance der Energien.

Eine sehr gute Wirksamkeit hat sich bei Schmerzen und Erkrankungen des Bewegungsapparates herausgestellt. Vom Nackenschmerz über den Tennisarm bis zur Bandscheiben-Störung kann Akupunktur mit gutem Erfolg eingesetzt werden. Voraussetzung für eine optimale Wirkung ist allerdings eine genaue – auch schulmedizinische! - Diagnose, die am besten durch eine TCM-Diagnose (Auge, Pulse, Zunge) ergänzt wird. Danach kann eine exakt auf den Einzelfall abgestellte Therapie eingeleitet werden.

Weitere bewährte Anwendungsgebiete sind: Migräne, Erkrankungen der Atemwege, Beschwerden im Magen-Darm-Trakt (Reizdarm) und Hauterkrankungen.

 

 

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